Schon die Anfahrt dorthin war für die Teilnehmer ein Erlebnis, denn es ging mit einem Trecker und Ladewagen den Berg hoch hinauf nach Schanze. Über 30 Teilnehmer machten sich dann auf Schusters Rappen auf den Weg, um dort witzige und auch knifflige Fragen zu beantworten, die der Touristikleiter des MSC, Thomas Frisse, ausgearbeitet hatte.
Die Veranstaltung endete mit einem gemütlichen Beisammensein und der Siegerehrung an einer Hütte am Schmallenberger Aberg. Bei den Jugendlichen belegte Gina-Maria Frisse vor Steffen Spieler und Fabian Leidorf den ersten Platz.
Bei den Jugendlichen wie auch bei den Erwachsenen gab nach Auskunft von Thomas Frisse eine Schätzfrage den letzten Punkt für den Sieg. Den ersten Platz sicherte sich bei den Erwachsenen Rolf Birlenbach aus Gleidorf vor Marius Henrichs und Klaus Braun - allerdings nur mit einigen "Tannennadeln" Vorsprung.
Manuel Dolle
30.09.2008
auf dem Vereinsprofil veröffentlicht
Gefahren wurde auf einem selektiv gesteckten Parcours in Niederberndorf und die Aktiven hatten gleich die passende Bezeichnung dafür bereit: Slalom auf dem Bauernhof. Lokalmatador Winfried Koch vom Veranstalterclub ließ sich mit seinem Opel Kadett GT/E von den Siegerländer Slalom-Spezialisten nicht die Show stehlen und sorgte mit zwei schnellen Durchgängen nicht nur für den Sieg in der Zweiliterklasse der Gruppe V (verbesserte Fahrzeuge), auch der Gesamtsieg blieb durch ihn im Sauerland.
Die drei in der Meisterschaft führenden Fahrer, Ercan Sanci, Kay-Joachim Röhl und Michael Schnöde verfehlten alle die optimale Punktzahl, so dass der Titelkampf vor dem Finale am morgigen Sonntag beim Bergstadtslalom auf dem Gelände der "Kaiserkuhle" in Rüthen weiterhin offen bleibt.
Durch den so ungewöhnlich gesteckten Parcours gab es in den Klassen einige handfeste Überraschungen. Zwar siegte der Gelsenkirchener VW Polo-Pilot Mike Lipinski vor seinem Markenkollegen Jens Müller (MSC Kindelsberg/AvD) und seiner Schwester Melanie (Bochum/VW Polo) in der 1300er Kategorie, doch bei den 1600ern sah man einen ungewöhnlichen Zieleinlauf: Jens Müller (Scuderia 700) spielte die Handlichkeit seines Opel Corsa voll aus und siegte vor seiner Markenkollegin Sandra Siegeler (MSC Siegerland), die noch nie so weit vorne platziert war. Tabellenführer Ercans Sanci (Scuderia 700/Opel Kadett) wurde nach einem Pylonenfehler Dritter.
Hinter dem überlegenen Winfried Koch kämpften gleich zwei schnelle Damen in der Kategorie bis 2000ccm um die Ehrenplätze: Anja Milewski (MSC Kindelsberg/VW Polo G40) wurde Zweite und verwies damit Sandra Imhoff (MSC Gladbeck/BMW 320) auf Rang drei.
In der Klasse über 2000ccm hatte Helmut Schlosser (AC Hohenseelbachskopf/BMW) den einzigen Gegner, seinen Markenkollegen Andre? Simon (Sundern) sicher im Griff. Bei den Serienfahrzeugen der Gruppe S dominierte Niklas Henke (MSC Schmallenberg/VW Golf) ohne Siegerländer Konkurrenten die Klasse S2.
Hart umkämpft war dagegen die Klasse S5, die mit 16 Teilnehmer die stärkste des Tages war. Ex-Kart- und ADAC-Youngster-Cup Fahrer Steven Puche vom AMC Burbach gelang mit seinem VW Golf das Kunststück, die favorisierten BMW-Piloten Kay-Joachim Röhl (Scuderia 700) und Martin Wied (MSC Saßmannshausen auf die Plätze zwei und drei zu verweisen. Der junge Burbacher hlte mit seiner leistung auch den Sieg in der Wertungsgruppe der Serienfahrzeuge.
In der S6, sonst fest in der Hand der Familie Schnöde vom AMC Velmede, spielten die Lokalmatadore vom MSC Schmallenberg ihren Heimvorteil voll aus: Jan Hoffmann siegte vor Rene? Zunke (beide VW Polo). Eine große Überraschung war jedoch der dritte Platz von Thomas Schmal (AC Hohenseelbachskopf), der mit seinem Opel Corsa in dieser Klasse sonst nicht "bei der Musik" ist.
Michael Schnöde (AMC Velmede/VW Polo) der in der Meisterschaft Dritter ist, leistete sich einen Pylonenfehler und verbuchte somit ein Streichresultat. Schnellste Damen waren Melanie Lipinski in der Gruppe V und Sandra Uebach vom AC Hohenseelbachskopf auf VW Golf in der Gruppe S. Den Mannschaftssieg holte für einmal nicht die erfolgesverwöhnte Scuderia 700, die sich diesmal dem MSC Schmallenberg geschlagen geben musste.
WR 19.09.2008
Manuel Dolle
30.09.2008
auf dem Vereinsprofil veröffentlicht
... und vorletzten Meisterschaftslauf in Schmallenberg auf seinem Opel Kadett alles klar machen können, als Verfolger Kay-Joachim Röhl auf seinem BMW 316 nur Zweiter in seiner Klasse wurde.
Zünglein an der Waage war diesmal Steven Puche vom AMC Burbach, der dem Scuderianer mit seinem VW Golf den Klassensieg förmlich vor der Nase wegschnappte und damit die Meisterschaft offen hielt. Sanci patzte, wurde nach Pylonenfehler nur Dritter und muss weiter um seinen ersten Titel in der Meisterschaft fürchten.
Ob Sanci oder Röhl, die Endscheidung fällt beim letzten Lauf auf dem Verkehrsübungsplatz in Rüthen und geht auf jeden Fall an einen Fahrer aus dem Lager der Scuderia 700 Hüttental. Die bessere Ausgangsposition hat Sanci, dem bei einem Klassensieg der Titel nicht mehr zu nehmen ist.
64 Teilnehmer waren zum vorletzten Lauf beim MSC Schmallenberg gekommen. Und den beherrschte Winfried Koch vom Ausrichterverein. Der Schmallenberger zeigte sich mit dem Parcours besten vertraut und fuhr auf seinem Opel Kadett in 1.37,87 klar Tagesbestzeit und damit zum Gesamtsieg. Den Pokal für die schnellste Frau sicherte sich Melanie Lipinski, die Mannschaftswertung ging an den MSC Schmallenberg vor MSC Scuderia 700 II und dem AC Hohenseelbachskopf.
Die Ergebnisse:
Serienmäßige Fahrzeuge Klasse G6 (14 Teilnehmer): 1. Jan Hoffmann, VW Polo, 1.44, 91 Minuten; 2. Renè Zuncke (beide MSC Schmallenberg), VW Polo, 1.45,01; 3. Thomas Schmal (AC Hohenseelbachskopf), Opel Corsa, 1.47,24.
Klasse G5 (16 Teilnehmer): 1. Steven Puche (AMC Burbach), VW Golf, 1.41,87; 2. Kay-Joachim Röhl (MSC Scuderia 700), BMW 316, 1.42,20; 3. Martin Wied (MSC Saßmannshausen), BMW 316i, 1.42,47.
Klasse G2 (3 Teilnehmer): 1. Niklas Henke (MSC Schmallenberg), VW Golf, 1.48,82.
Verbesserte Fahrzeuge Klasse F9 bis 1300ccm (9 Teilnehmer): 1. Mike Lipinski (Gelsenkirchen), VW Polo, 1.39,01; 2. Jens Müller (MSC Kindelsberg), 1.40,62; 3. Melanie Lipinski (Bochum), VW Polo, 1.42,53.
Klasse F10 bis 1600ccm (15 Teilnehmer): 1. Jens Müller (MSC Scuderia 700), Opel Corsa, 1.43,06; 2. Sandra Siegeler (MSC Siegerland), Opel Corsa, 1.45,15; 3. Ercan Sanci (MSC Scuderia 700), 1.45,49.
Klasse F11 bis 2000ccm (5 Teilnehmer): 1. Winfried Koch (MSC Schmallenberg), Opel Kadett, 1.37,87; 2. Anja Milewski (MSC Kindelsberg), 1.44,75; 3. Sandra Inhoff (Gladbeck), BMW 318i, 1.47,18.
Klasse F12 (2 Teilnehmer): 1. Helmut Schlosser (AC Hohenseelbachskopf), BMW M3, 1.44,85.
Westfalenpost 16.09.2008
Manuel Dolle
30.09.2008
auf dem Vereinsprofil veröffentlicht
Zwar wäre der älteste Teilnehmer, ein 24-PS-starker Metz Touring, als Rennwagen vermutlich chancenlos, optisch war der 92-Jährige, den Kurt Brücher und Andreas Berger aus Wilnsdorf fuhren, jedoch ein echter Blickfang. Dieses Auto ist laut den Veranstaltern in Europa einzigartig, gerademal vier Exempkare davon gibt es weltweit.
Über den Gesamtsieg der vom MSC organisierten Oldtimer-Rallye freuten sich Jürgen und Eva-Maria Bohn aus Siegen mit ihrem 75-jährigen Adler Trumpf AV. Für die passende musikalische Untermalung der Preisverleihung am Schützenplatz sorgte die Dixieland-Band "Schwiegermutters Lieblinge".
Manuel Dolle
02.09.2008
auf dem Vereinsprofil veröffentlicht
Doch es sind nicht irgendwelche Autos - es sind waschechte Oldtimer, die das Fan-Herz eines Liebhabers und Auto-Kenners höher schlagen lassen. Hin und wieder nur entdeckt man solche Schätzchen mal auf der Straße - an sonnigen Sonntagen vorwiegend. Der Finaltag der Schmallenberger Woche war ein solcher - und zig Oldtimer fuhren in einer Schlange am begeisterten Publikum vorbei bis hin zum Schützenplatz, wo sich alle in Reih und Glied nebeneinander aufstellten.
Staunende Gesichter und prüfende Blicke von Groß und Klein musterten die Raritäten. BMW, Bentley, Ferrari, Mercedes, MG, Opel und VW - alles war vertreten. Sportlich agil und pompös protzig wirkten manche der seltenen Schätzchen.
Auffallend gelb und windschnittig tief auf der Straße liegend fällt sofort der "Melkus" ins Auge. Stolz präsentiert Besitzer Bartholomäus Galter seinen "DDR-Ferrari", wie er ihn scherzhaft nennt. Wenn die Flügeltüren offen stehen, macht der gelbe Flitzer noch mehr auf sich aufmerksam. "Stilecht mit Zweitakt-Motor", fügt der 57-jährige Oldtimer-Freund hinzu. "Drei Zylinder, ein Liter Hubraum, 75 PS und bis zu 170 Kilometer in der Stunde schnell", listet er kurz und bündig die Hauptdaten auf.
Seit November 2006 ist Galter stolzer Besitzer dieser DDR-Rarität. "Nur 101 Stück wurden in den 70ern produziert", erklärt Galter, der aus Osnabrück mit seinem Melkus nach Schmallenberg angereist kam: "Ich habe von diesem Auto schon gelesen, als die Mauer noch stand - es hat mich also schon immer interessiert. Nur ans Auto rankommen konnte ich ja nicht. Dann erfuhr ich, dass etwa 15 Melkus nachgebaut werden sollten, und ich wollte unbedingt einen haben", lächelt der Oldtimer-Fan.
Echte Seltenheiten gab es also beim Oldtimer-Treff zu sehen. Auch die großen Bentleys machten viel her - diese Auto-Riesen kennt man sonst nur aus alten Filmen der 40er und 50er Jahre. Markant daran ist einfach alles - von der Größe über die runden Scheinwerfer bis hin zum stilvollen Lenkrad. Auto-Begeisterte kamen bei der Schmallenberger Woche also voll auf ihre Kosten und staunten nicht schlecht, Oldtimer in Hülle und Fülle betrachten zu können. Und wenn man einfach mal fragte, durfte man hier und da auch Probe sitzen.
Manuel Dolle
02.09.2008
auf dem Vereinsprofil veröffentlicht