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Informationen zum Vereinsprofil
  • Erstellt am:

    22.08.2008

  • Aufrufe:

    3180

  • Mitglieder:

    1 bestätigte | 0 unbestätigte

  • Aktivität:

    54% (Bitte wording aus denken)

Dialektische Gesellschaft Tübingen

  • Kategorien und Interessengebiete

  • Kontaktdaten

  • Vereinsformationen

    • Gründungsjahr:
      01.01.2008
    • Vereinsform:
      Eingetragener Verein
    • Mitglieder bei meinverein.de:
      1
    • Was wir machen:
      Die Disputation ist eins der ältesten rhetorischen Übungsformate. Bereits in der aristotelischen ‚Topik' findet sich eine detaillierte Beschreibung der Disputation. In einer Disputation gibt es zwei Teilnehmer. Den Defendenten und den Opponenten. Dem Defendenten wird zunächst eine geschlossene Entscheidungsfrage gestellt, die er entweder mit ‚ja' oder ‚nein' beantworten kann. Eine solche Frage könnte beispielsweise lauten: Ist jeder Mensch auch für im Vollrausch begangene Taten voll verantwortlich? Mit der Beantwortung dieser Frage legt sich der Defendent auf diese Seite fest und muss sie im Verlauf der Disputation verteidigen. Falls er mit ‚ja' geantwortet hat, verteidigt er also im weiteren Verlauf die These Jeder Mensch ist auch für im Vollrausch begangene Taten voll verantwortlich. Der Opponent verfolgt im folgenden Streitgespräch nun zwei Ziele. Zum einen überprüft er anhand von gezielten Fragen die These des Defendenten auf ihre Schlüssigkeit. Eine schlüssige These darf in ihrer Begründung keine notwendigen Prämissen enthalten, die im Widerspruch zu einer anderen Prämisse oder der These selbst stehen. Ein Widerspruch zur These läge beispielsweise vor, wenn der Defendent innerhalb der Disputation zugesteht, dass Kinder nicht für im Vollrausch begangene Taten voll verantwortlich wären. Das zweite Ziel kommt zum Tragen, wenn es dem Defendenten gelingen sollte, die These schlüssig zu verteidigen. Der Opponent überprüft zum anderen also, wie endox (der allgemeinen Meinung entsprechend) oder paradox (der allgemeinen Meinung widersprechend) die für die These notwendigen Prämissen sind. Als sehr paradox dürfte es zum Beispiel gelten, dass ebenfalls Kinder für im Vollrausch begangene Taten voll verantwortlich sind. Die Verteidigung einer These ist dann geglückt, wenn Widersprüche vermieden und keine paradoxen Prämissen zugestanden wurden. Im Falle der Verteidigung wäre die These - in der Terminologie mittelalterlicher Disputationen - ‚wahrheitsfähig'. Moderner formuliert wäre sie ‚gewonnen'.
    • Wer wir sind:
      Die Dialektische Gesellschaft ist ein 2008 von Studenten und Absolventen des Rhetorischen Seminars in Tübingen gegründeter Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Landschaft der rhetorischen Übungs- und Wettkampfformen um eine weitere Pflanze zu bereichern: Die Moderne Disputation! Die Disputation - eine sehr alte und sehr schöne Disziplin, die in den vergangenen Jahren zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten ist - dient dem Training der Argumentation und Schlagfertigkeit oder, um es mit Aristoteles eigenen Worten zu sagen, drei Zwecken: dem geistigen Training, intelligenten Gesprächen und der philosophischen Untersuchung von Dingen. Wir treffen uns momentan jeden Donnerstag um 20ct in offenem Kreis im Boulanger zum Disputieren. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen - einer philosophischen oder rhetorischen Vorbildung bedarf es nicht - wohl aber der Neugier auf ungewöhnliche Themen und des Spaßes am Streitgespräch.
    • Erfolge:
      Ende 2008: Rhetorik-Trainings-Wochenende in Kooperation mit Streitkultur e.V Tübingen.

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