Bericht
Eine der beiden größeren Betriebe der Stadt ist gefährdet. Das ist eine weitere Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort und schafft nicht gerade eine hoffnungsvolle Stimmung für die Weiterentwicklung von Delitzsch. Die ist aber dringend nötig! Erzeugt werden kann sie jedoch nur, wenn die Dinge endlich einmal grundsätzlich, langfristig und in größeren Zusammenhängen betrachtet werden. Eine solche Sichtweise ist in Delitzsch eher selten vorzufinden. Das ist schade, denn aus unserer Sicht hat die Stadt genügend Potential die vorhandenen Probleme zu lösen. Um bessere Zukunftsaussichten zu schaffen, dürfen innovative Ideen nicht blockiert sondern müssen ernst genommen werden. Gleichzeitig sind die vorhandenen Kommunikationsstrukturen zu überdenken: Zielvorstellungen und Ergebnisse sollten nicht nur von oben diktiert, sondern aus dem öffentlichen Diskurs hervorgehen. Konflikte zwischen Einzelinteressen und dem Gemeinwesen müssen offen ausgesprochen und zu machbaren Kompromissen geführt werden. Auch das Bild der Stadt nach Außen ist verbesserungsfähig: Zu denken ist hier an ein leistungsfähiges Standortmarketing, das eine informative, übersichtliche und barrierefreie Internetpräsenz voraussetzt.
Wenn wir es schaffen, Gemeinsinn und Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft zu fördern, uns selbst zu verwirklichen und neue gemeinsame Ziele zu finden, dann können wir uns besser Innovationen und Veränderungen öffnen.
Der Verein ProBildung e.V. möchte sich an diesem Prozess beteiligen und wird in nächster Zeit im Rahmen des Delitzscher Forums eine Diskussionsplattform dazu anbieten und zu verschiedenen Themen einladen.