Eine Eishalle mit Zukunft: Ehrenamt macht Energiesparen möglich
Wie rund 200 Helfende ihre Eishalle sanieren und den Sportstandort langfristig sichern.
Die Eishalle selbst in die Hand nehmen
Als hohe Energiekosten und Sanierungsstau die Eishalle in Peißenberg bedrohten, übernahm der neu gegründete Peißenberg Miners e. V. Verantwortung. Rund 200 Ehrenamtliche arbeiten seit 2025 an einer umfassenden energetischen Sanierung. Kernstück ist die Nutzung der bislang ungenutzten Abwärme aus der Kälteanlage: Ein neuer Kompressor und eine Hochtemperaturwärmepumpe sollen die Halle effizienter beheizen. Auch die Erweiterung des Maschinenhauses wurde in Eigenleistung umgesetzt.
Weniger Emissionen, mehr Zukunft für den Eissport
Nach Berechnungen des Vereins könnten die jährlichen Energiekosten von rund 157.000 Euro auf prognostizierte 107.000 Euro im Jahr 2027 sinken. Die geplante Einsparung entspricht etwa 26.000 Litern Heizöl und 75 Tonnen CO₂ pro Jahr. Rund 230.000 Euro Spenden und der Einsatz zahlreicher Helfender tragen das Projekt. So soll die Eishalle als Sport- und Begegnungsort für die Region und ihre rund 150 Nachwuchsspieler langfristig erhalten bleiben.
Was die Jury überzeugt hat
Die Jury sieht in der energetischen Sanierung ein beispielgebendes Modell für Eishallen. Das Projekt zeigt, wie sich energieintensiver Sport durch technische Innovation und gemeinschaftliches Engagement zukunftsfähiger gestalten lässt. Besonders beeindruckend ist, dass die umfangreichen Arbeiten mit so viel ehrenamtlicher Eigenleistung vorangetrieben werden.